SPF, DKIM & DMARC prüfen

Dieser kostenlose Test prüft die komplette E-Mail-Authentifizierung Ihrer Domain: SPF inklusive Syntax und dem 10-Lookup-Limit, DKIM mit automatischer Selektor-Erkennung und Bewertung der Schlüssellänge, die DMARC-Policy samt Reporting – und dazu BIMI, MTA-STS und TLS-RPT. Jetzt Domain prüfen → Noch keinen Record veröffentlicht? Das kostenlose Record Studio erzeugt gültige SPF-, DKIM- und DMARC-Syntax.

Warum E-Mail-Authentifizierung?

Ohne SPF, DKIM und DMARC kann jeder Server Mails mit Ihrer Absenderadresse verschicken – die Grundlage für Phishing und CEO-Fraud. Die drei Mechanismen zusammen machen Fälschungen erkennbar und geben Empfängern eine klare Anweisung, was mit solchen Mails geschehen soll. Große Postfachanbieter wie Google und Yahoo verlangen seit 2024 SPF oder DKIM von allen Absendern; Massenversender (bei Gmail ab rund 5.000 Mails pro Tag) brauchen SPF und DKIM plus eine DMARC-Policy. Microsoft verlangt seit dem 5. Mai 2025 dasselbe für Outlook.com, Hotmail und Live und weist nicht konforme Massenmail hart ab550 5.7.515 Access denied, sending domain … does not meet the required authentication level —, statt sie in den Spam-Ordner zu legen – fehlende Authentifizierung kostet also unmittelbar Zustellbarkeit.

SPF: autorisierte Absender-IPs

Der SPF-Record (RFC 7208) listet die Server, die für Ihre Domain senden dürfen. Der häufigste Fehler in der Praxis: mehr als 10 DNS-Lookups durch verschachtelte include:-Mechanismen – dann liefert die Prüfung permerror und der Schutz fällt komplett aus. Dieser Test zählt die Lookups rekursiv über alle include-Ketten nach. Ebenfalls bewertet: das abschließende Qualifier-Verhalten (-all statt des weichen ~all, sobald alle legitimen Versandwege vollständig erfasst sind).

DKIM: Signaturen und Schlüssellänge

DKIM (RFC 6376) signiert jede Mail kryptografisch; der öffentliche Schlüssel liegt als DNS-Record unter <selektor>._domainkey.<domain>. Dieser Test probiert die gängigen Selektoren üblicher Anbieter automatisch durch und bewertet die gefundenen Schlüssel: RSA-Schlüssel sollten mindestens 2048 Bit haben – 1024-Bit-Schlüssel gelten als schwach und werden entsprechend abgewertet. Auch Ed25519-Schlüssel (RFC 8463) werden erkannt.

DMARC: Policy und Reporting

DMARC (RFC 9989) verbindet SPF und DKIM mit der sichtbaren Absenderadresse — dieser Mechanismus heißt Alignment — und legt fest, was Empfänger tun, wenn keine davon passt: p=none (nur beobachten), p=quarantine (Spam-Ordner) oder p=reject (abweisen). Dieser Test bewertet Policy und Reporting und zeigt die Alignment-Einstellungen (aspf/adkim) im Detail an.

Alles zu DMARC im Detail → — jedes Tag mit seinem Default, der DNS-Tree-Walk durchgerechnet, zehn kommentierte Beispiel-Records, der Rollout-Plan und was sich geändert hat, als RFC 9989 den RFC 7489 abgelöst hat.

Häufige Fragen

Reicht SPF allein aus?

Nein. SPF bricht bei Weiterleitungen, prüft nur den Envelope-Absender und schützt die sichtbare From-Adresse nicht. Erst DKIM-Signaturen plus eine DMARC-Policy verbinden beide Prüfungen mit der From-Domain und machen Spoofing wirksam erkennbar.

Wie finde ich meine DKIM-Selektoren?

Der einfachste Weg: eine selbst gesendete E-Mail öffnen und im Header DKIM-Signature die Werte s= (Selektor) und d= (Domain) ablesen. Dieser Test probiert zusätzlich automatisch die gängigen Selektoren üblicher Anbieter durch und bewertet die gefundenen Schlüssel.

Was bedeutet die DMARC-Policy p=none?

p=none ist der reine Beobachtungsmodus: Empfänger berichten Fehlschläge (rua-Reports), weisen gefälschte Mails aber nicht ab. Als Einstieg richtig, als Dauerzustand wirkungslos – das Ziel ist p=quarantine und schließlich p=reject.

Quellen

RFC 7208 (SPF) ↗ · RFC 6376 (DKIM) ↗ · RFC 9989 (DMARC) ↗

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