SMIMEA
SMIMEA-Records (RFC 8162) binden ein S/MIME-Zertifikat oder einen Public Key im DNS an eine E-Mail-Adresse — das S/MIME-Gegenstück zu TLSA/DANE. Ein empfangender Mail-Client kann Ihr Zertifikat so direkt aus DNSSEC-signiertem DNS finden und prüfen. Fügen Sie Ihr S/MIME-Zertifikat ein; der Generator berechnet den Record lokal in Ihrem Browser.
DNSSEC ist Voraussetzung. Wie DANE ist SMIMEA nur in
einer DNSSEC-signierten Zone vertrauenswürdig: RFC 8162 §6 verlangt,
dass „die DNS-Antwort die DNSSEC-Validierung bestehen MUSS; erreicht
die DNSSEC-Validierung einen anderen Zustand als ‚Secure‘
…, MUSS sie als fehlgeschlagen behandelt werden“.
Experimentell. RFC 8162 ist ein Experimental-RFC — nach
RFC 2026 steht er damit außerhalb des Standards-Track. Einen Record zu
veröffentlichen schadet nicht, aber verlassen Sie sich noch nicht darauf, dass
jeder Empfänger ihn auswertet. S/MIME selbst ist inzwischen in RFC 8551
(S/MIME 4.0) spezifiziert.
Datenschutz. Der Record-Name enthält einen
SHA-256-Hash des local-part der Adresse — ein veröffentlichter
SMIMEA-Record verrät also, dass die Adresse existiert, und lässt sich bei
gängigen local-parts per Brute Force ermitteln. Signieren Sie die Zone
mit NSEC3 statt NSEC: RFC 8162 §9.2 hält fest, dass
NSEC-signierte Zonen „anfällig für Zone-Walking“ sind und Zonen
mit NSEC3 „nach einem Zone-Walk deutlich schwerer per Brute-Force
auszuwerten“ sind. NSEC3 verbirgt die Records nicht — es erschwert das
Zurückrechnen der enumerierten Hashes auf Adressen. Der Domain-Teil geht
bewusst nicht in den Hash ein, eine Rainbow-Table wirkt daher über Domains
hinweg (§9.2). Der Owner-Name ist
<hash>._smimecert.<domain>, wobei der Hash der
SHA-256 des kanonisierten local-part ist, auf 28 Oktette gekürzt; die
Groß-/Kleinschreibung des local-part bleibt erhalten.
Records werden in Ihrem Browser erzeugt; „Aktuellen Record laden“ lässt unseren Server das DNS Ihrer Domain abfragen. Record Studio · Ergebnis mit dem Domain-Sicherheitscheck prüfen