Anzahl autoritativer Nameserver #
Mehrere Nameserver sorgen für Ausfallsicherheit bei der DNS-Auflösung. Fällt der einzige NS aus, ist die gesamte Domain (Web + Mail) offline.
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Stand: Juli 2026 · 14 Checks dokumentiert
Mehrere Nameserver sorgen für Ausfallsicherheit bei der DNS-Auflösung. Fällt der einzige NS aus, ist die gesamte Domain (Web + Mail) offline.
IPv6-fähige Nameserver stellen die Auflösung auch für IPv6-only-Clients sicher.
Zwei Hygiene-Prüfungen auf Adressebene für die autoritativen Nameserver (Zonemaster ADDRESS01-03). Erstens muss jede Nameserver-IP global routbar sein – eine private/reservierte/Bogon-Adresse (z. B. eine im Glue zurückgebliebene RFC-1918-Adresse) ist aus dem öffentlichen Internet nicht erreichbar und bricht die Auflösung für externe Clients. Zweitens sollte jede IP Forward-Confirmed Reverse DNS (FCrDNS) haben: einen PTR-Record, dessen Hostname wiederum zurück auf dieselbe IP auflöst. FCrDNS auf einem Nameserver ist ein Best-Practice-Hygiene-Signal, keine Sicherheitskontrolle.
AXFR (RFC 5936) ist der DNS-Mechanismus, der eine komplette Zone vom Primary auf seine sekundären Nameserver kopiert. Er muss auf autorisierte Secondaries beschränkt sein. Ein Nameserver, der AXFR für jedermann beantwortet, lässt Fremde die vollständige Zone herunterladen – jeden Hostnamen, jede Sub-Delegation und jeden internen Record – ein klassisches Information-Disclosure-/Reconnaissance-Problem (Zonemaster NAMESERVER03). Der Scanner sendet eine echte AXFR-Anfrage über TCP/53 an jeden Nameserver über beide Adressfamilien (IPv4 und IPv6) – die Zugriffskontrolle gilt je Listener, ein Server kann also über eine Familie ablehnen und über die andere offen sein – und klassifiziert nur die Antwort; die Zoneninhalte werden nie gespeichert.
Teilen sich alle Nameserver dasselbe Netz/denselben Betreiber, ist die Redundanz nur scheinbar – ein Ausfall dort trifft alle gleichzeitig. RFC 2182 empfiehlt daher topologisch verteilte Secondaries. Das stärkste praktische Signal für ein gemeinsames Ausfallrisiko ist das autonome System (AS): Nameserver in verschiedenen AS teilen weder Routing- noch Betriebsrisiko (Zonemaster CONNECTIVITY03).
Der A-Record zeigt auf die IPv4-Adresse des Webservers, der AAAA-Record auf seine IPv6-Adresse. IPv6-Erreichbarkeit wird zunehmend erwartet (und z. B. von internet.nl gefordert) – ohne AAAA bleiben IPv6-only-Clients ausgeschlossen. Der Drill-down zeigt IPv4- und IPv6-Adressen mit ihrem Reverse DNS (PTR).
RFC 2181 §10.1 verbietet einen CNAME neben anderen Daten am selben Namen. Der Apex muss SOA- und NS-Records tragen, ein CNAME am Apex erzeugt also eine widersprüchliche Zone. Je nach Resolver bricht das die Mailzustellung (MX-Lookups), DNSSEC und teilweise die Auflösung der gesamten Domain.
www.example.com ist ein völlig normaler Alias (CDN-Setup) und wird nicht abgewertet.CNAME am Apex durch reguläre A-/AAAA-Records ersetzen oder das ALIAS/ANAME/CNAME-Flattening-Feature des DNS-Providers nutzen, das am Apex echte Adressen ausliefert.Ein DNS-HTTPS-Record kündigt die Protokoll-Unterstützung (alpn=h3,h2) bereits bei der Namensauflösung an: Browser verbinden sich schon beim ALLERERSTEN Request per HTTP/3 (QUIC), statt es erst über Alt-Svc zu entdecken, und moderne Browser werten die bloße Existenz als authentifiziertes HTTPS-Upgrade-Signal (besonders mit DNSSEC).
HTTPS 1 . alpn=h3,h2 (Service-Modus, Ziel . = gleicher Name) für die Domain und www veröffentlichen; h3 nur eintragen, wenn der Server tatsächlich HTTP/3 anbietet.RPKI signiert kryptografisch, welches autonome System (AS) ein IP-Präfix per BGP announcen darf (ROA = Route Origin Authorization). Das schützt davor, dass Traffic zur Server-IP per Route-Hijacking umgeleitet wird. Geprüft über die öffentliche RIPEstat-API.
MX-Records benennen die Server, die E-Mail für die Domain annehmen.
Ein MX-Record muss auf einen Hostnamen mit eigenen Adress-Records zeigen. RFC 5321 §5.1 verbietet IP-Adress-Literale als MX-Ziel, RFC 2181 §10.3 verbietet CNAME-Aliasse – beides verwirrt oder bricht einen erheblichen Teil der sendenden MTAs. Ein Ziel ganz ohne A/AAAA-Record macht die Mailzustellung unmöglich.
CAA legt fest, welche Zertifizierungsstellen Zertifikate für die Domain ausstellen dürfen – das senkt das Risiko von Fehlausstellung/Missbrauch. Die Records werden gemäß RFC 8659 geparst: issue beschränkt die reguläre Ausstellung, issuewild die Wildcard-Ausstellung, iodef benennt eine Meldeadresse für abgelehnte Anfragen.
0 issue "letsencrypt.org" und ein 0 iodef "mailto:…", um über unautorisierte Ausstellungsversuche benachrichtigt zu werden.Die issuemail-Property (RFC 9495) legt fest, welche CAs S/MIME-(E-Mail-)Zertifikate für die Domain ausstellen dürfen. Sie ist unabhängig von issue/issuewild, die nur TLS-/sonstige Zertifikate regeln und S/MIME nicht abdecken. Ein leerer Wert – 0 issuemail ";" – verbietet die S/MIME-Ausstellung vollständig; ist keine issuemail-Property vorhanden, ist die S/MIME-Ausstellung per CAA nicht beschränkt. Die Wert-Syntax ist identisch zu issue (eine Aussteller-Domain, optional gefolgt von ;-Parametern).
issuemail ein registriertes CAA-Tag ist, wird ein kritischer (Flag 128) issuemail-Record nicht als kritisches unbekanntes Tag gewertet. Beachten Sie jedoch: jede CA, die issuemail nicht versteht, muss bei gesetztem Critical-Flag jede Ausstellung ablehnen – auch TLS (RFC 9495 §6). Belassen Sie das Flag daher bei 0, sofern nicht jede genutzte CA issuemail nachweislich versteht. Der CAA-Generator kann issuemail-Records erzeugen, und „Aktuellen Record laden“ zeigt die S/MIME-Aussteller.0 issuemail "certum.pl"; S/MIME komplett verbieten mit 0 issuemail ";". Das Flag bei 0 (non-critical) belassen, sofern nicht jede genutzte CA issuemail versteht.Der SOA-Record markiert den Beginn der Zone; sein Fehlen deutet auf eine fehlerhafte Delegation hin. Das letzte SOA-Feld ist die Negative-Cache-TTL (RFC 2308) – so lange merkt sich JEDER Resolver „dieser Record existiert nicht“, ein riesiger Wert verzögert also tatsächlich neu angelegte Records. Die refresh-/retry-/expire-Timer steuern dagegen nur den klassischen Primary→Secondary-Zonentransfer (AXFR); Anycast- und API-getriebenes Managed DNS (Google, Cloudflare, Route 53, …) setzt sie beliebig und funktioniert einwandfrei – sie werden daher nur als informative Hinweise gemeldet und nicht abgewertet.