BIMI Check

Dieser kostenlose BIMI-Check liest den default._bimi-Record Ihrer Domain und zeigt Ihnen, ob er darauf ausgelegt ist, Ihr Marken-Logo in den Posteingang zu bringen: die l=-Logo-URL, das optionale a=-Verified-Mark-Certificate, das neue avp=-Avatar-Preference-Tag und – am wichtigsten – ob Ihre DMARC-Policy durchgesetzt ist, denn ohne sie zeigt kein Mailbox-Anbieter das Logo an. Jetzt Domain prüfen → Noch keinen Record? Der kostenlose BIMI-Generator erzeugt ihn samt neuem avp-Tag.

Was der BIMI-Check prüft

BIMI (Brand Indicators for Message Identification, spezifiziert von der AuthIndicators Working Group) erlaubt es Ihnen, Ihr Logo im DNS zu veröffentlichen, damit teilnehmende Mailboxen – Gmail, Apple Mail, Yahoo und andere – es neben Ihren Nachrichten anzeigen können. Der Scanner fragt den TXT-Record unter default._bimi.<domain> ab, prüft, ob er mit v=BIMI1 beginnt, und wertet jedes Tag aus:

Ein minimaler Record sieht so aus:

default._bimi.example.com. IN TXT "v=BIMI1; l=https://example.com/logo.svg; a=https://example.com/vmc.pem"

Der Scanner gibt die Logo-URL sowie ein gefundenes VMC oder eine avp-Präferenz aus. BIMI gilt als informativ, wenn es korrekt eingerichtet ist: Ein gut konfigurierter Record erhält eine positive Notiz, ohne den Score aufzublähen, und ein fehlender Record wird nie bestraft. Die einzige Ausnahme ist ein BIMI-Record, der veröffentlicht wird, während DMARC noch nicht durchgesetzt ist – ihn markiert der Scanner als Warnung (siehe unten).

Die Logo-Datei: l= und SVG Tiny P/S

Das l=-Tag muss auf eine https://-URL zeigen, die ein Bild im Profil SVG Tiny Portable/Secure (SVG P/S) ausliefert. Das ist ein bewusst abgesichertes Profil von SVG Tiny 1.2: keine Skripte, keine externen Referenzen, keine Animationen und eine feste viewBox, damit die Datei weder zum Angriffsvektor wird noch Tracking nachlädt. Mailbox-Anbieter erwarten zusätzlich ein quadratisches Logo, das auch in kleiner Darstellung sauber wirkt – üblicherweise mit einem gefüllten Hintergrund statt Transparenz.

Der Check bestätigt, dass eine Logo-URL vorhanden ist, und gibt sie an Sie zurück, damit Sie prüfen können, ob sie über HTTPS auflöst und auf das richtige Asset zeigt. Er kodiert oder zeichnet Ihre Grafik nicht neu – eine normale SVG oder ein Raster-Logo in eine konforme SVG-P/S-Datei zu überführen, ist eine einmalige Design-Aufgabe. Wenn Sie noch keine konforme Datei haben, hilft Ihnen der BIMI-Generator, den Record darum herum zusammenzustellen, sobald die SVG fertig ist.

VMC und das neue avp-Avatar-Preference-Tag

Das optionale a=-Tag verweist auf ein Verified Mark Certificate (VMC) – ein X.509-Zertifikat, das als PEM-Datei über HTTPS ausgeliefert wird und Ihr Logo an eine von Ihnen eingetragene Marke bindet. Anbieter wie Gmail verlangen ein VMC (oder das gleichwertige Common Mark Certificate), bevor sie das blaue Verifiziert-Abzeichen neben dem Logo anzeigen. Der Scanner meldet, ob ein a=-Tag vorhanden ist, lädt oder validiert die VMC-Zertifikatskette aber nicht selbst – Ausstellung und Markenstatus zu bestätigen ist Aufgabe der Zertifizierungsstelle, und Sie können das PEM direkt einsehen.

Das avp=-Tag ist eine neuere Ergänzung der BIMI-Spezifikation. Sein Wert ist case-sensitiv: avp=brand ist die Vorgabe und bittet Anbieter, Ihr Marken-Logo zu bevorzugen, während avp=personal sie bittet, den persönlichen Avatar des einzelnen Absenders (etwa ein Profilfoto) gegenüber dem Logo zu bevorzugen. Der Scanner liest die Präferenz aus und zeigt sie an; jeder Wert außer personal oder brand wird als ungültig markiert und wie brand behandelt.

Warum DMARC-Durchsetzung die eigentliche Voraussetzung ist

BIMI funktioniert nur auf einer starken Authentifizierungsbasis. Ein Logo wird nur angezeigt, wenn Ihre DMARC-Policy durchgesetzt ist – also p=quarantine oder p=reject, angewandt auf die gesamte Post (kein pct unter 100), ohne Test-Flag t=y und mit einer Subdomain-Policy sp, die nicht none ist. Bei p=none ist der Record zwar gültig, aber rein beobachtend, und kein Anbieter stellt das Logo dar.

Deshalb gleicht der Scanner Ihren BIMI-Record mit Ihrer aktiven DMARC-Policy ab. Ist BIMI veröffentlicht, DMARC aber nicht durchgesetzt, gibt er eine Warnung aus, dass der Record derzeit wirkungslos ist – mit dem genauen Grund. Ist DMARC durchgesetzt und ein Logo vorhanden, fällt der BIMI-Befund positiv aus. Die praktische Reihenfolge ist immer dieselbe: zuerst DMARC mit voller Abdeckung auf p=quarantine oder p=reject bringen, dann den BIMI-Record veröffentlichen und, wenn Sie das Verifiziert-Abzeichen wollen, das VMC ergänzen.

Häufige Fragen

Warum wird mein BIMI-Logo nicht angezeigt, obwohl der Record gültig ist?

Der häufigste Grund ist DMARC. BIMI zeigt das Logo nur an, wenn Ihre DMARC-Policy durchgesetzt ist – p=quarantine oder p=reject, angewandt auf die gesamte Post, ohne t=y und mit sp ungleich none. Bei p=none lässt sich der Record zwar einlesen, aber kein Mailbox-Anbieter stellt das Logo dar. Bringen Sie DMARC zuerst zur Durchsetzung und testen Sie dann erneut.

Brauche ich für BIMI zwingend ein VMC?

Nicht bei jedem Anbieter. Ein BIMI-Record mit nur einer l=-Logo-URL und durchgesetztem DMARC reicht bei manchen Posteingängen aus, damit Ihr Logo erscheint. Ein Verified Mark Certificate, das über das a=-Tag referenziert wird, schaltet das blaue Verifiziert-Abzeichen bei Anbietern wie Gmail frei. Der kostenlose Check zeigt, ob ein a=-Tag vorhanden ist, validiert die Zertifikatskette selbst aber nicht.

Was ist das neue avp-Tag in einem BIMI-Record?

avp ist das Avatar-Preference-Tag. avp=brand ist die Vorgabe und bittet Anbieter, Ihr Marken-Logo zu bevorzugen, während avp=personal sie bittet, den persönlichen Avatar des einzelnen Absenders gegenüber dem Logo zu bevorzugen. Der Wert ist case-sensitiv, und alles außer personal oder brand wird wie brand behandelt. Der Check liest diese Präferenz aus und zeigt sie im Ergebnis an.

Quellen

BIMI Group ↗ · draft-blank-ietf-bimi (BIMI-Spezifikation) ↗ · RFC 9989 (DMARC) ↗